Warum dauert die Diagnose von Endometriose oft so lange?

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Zuletzt aktualisiert: 04.09.2026

Von den ersten Beschwerden bis zur Diagnose von Endometriose vergehen oft mehrere Jahre. Für viele Betroffene bedeutet das eine lange Zeit, in der sie mit Schmerzen oder anderen belastenden Beschwerden leben, ohne zu wissen, was dahintersteckt. Wie lange die diagnostische Verzögerung im Durchschnitt dauert, unterscheidet sich je nach Studie deutlich. Häufig wird jedoch von einer Verzögerung von etwa sieben Jahren berichtet.

Eine Hand, die eine Sanduhr hält – als Symbol für die lange Zeit bis zur Diagnose von Endometriose.

Doch warum dauert es so lange, bis Endometriose erkannt wird, obwohl die Erkrankung häufig vorkommt und in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit erhalten hat?

Eine einzelne Ursache gibt es dafür nicht. Vielmehr kommen verschiedene Faktoren zusammen. So können die vielfältigen Beschwerden und der individuelle Verlauf von Endometriose die Erkrankung schwer erkennbar machen. Gleichzeitig haben auch die Möglichkeiten und Grenzen der verfügbaren Untersuchungen Einfluss darauf, wie schnell die richtige Diagnose gestellt wird. Darüber hinaus können Faktoren auf Seiten der Betroffenen und der Gesundheitsversorgung sowie gesellschaftliche Rahmenbedingungen den Weg zur Diagnose erschweren.

In diesem Artikel schauen wir uns den Weg zur Endometriose-Diagnose Schritt für Schritt an: von den ersten Beschwerden und der Suche nach medizinischer Hilfe über den richtigen Verdacht und die passenden Untersuchungen bis hin zur Überweisung an auf Endometriose spezialisierte Einrichtungen. Dabei geht es jeweils darum, welche Faktoren die Diagnose verzögern können – und was du selbst tun kannst, wenn bisher keine ausreichende Erklärung für deine Beschwerden gefunden wurde.

Außerdem nehme ich dich mit auf meinen eigenen Weg zur Diagnose. Bei mir dauerte es 17 Jahre, bis schließlich eine tief infiltrierende Endometriose festgestellt wurde.

💡 Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei Beschwerden solltest du immer ärztlichen Rat einholen. Weitere Informationen findest du auf meiner Disclaimer-Seite.

Inhaltsverzeichnis

    Wie lange dauert es, bis Endometriose diagnostiziert wird?

    Forschungsergebnisse zeigen, dass Endometriose-Betroffene häufig mehrere Jahre auf eine Diagnose warten. Eine systematische Literaturübersicht fand je nach Studie Zeiträume von 0,3 bis 12 Jahren zwischen dem Beginn der ersten Symptome und der Diagnose. Die großen Unterschiede lassen sich unter anderem damit erklären, dass die Studien in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Patientengruppen durchgeführt wurden und die verwendeten Definitionen nicht immer gleich waren.

    Eine weitere Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2024 wertete 23 Studien aus und ermittelte eine durchschnittliche Zeit von 6,8 Jahren bis zur Diagnose. Die einzelnen Studien wiesen dabei Werte zwischen 1,5 und 11,4 Jahren auf. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden kam auf einen Median von sieben Jahren.

    Wie lang der Weg zur Diagnose sein kann, zeigt ebenfalls eine bereits im Jahr 2012 veröffentlichte Studie aus Deutschland und Österreich. Bei 171 Patientinnen mit histologisch bestätigter Endometriose (d. h. nach Untersuchung einer während einer Operation entnommenen Gewebeprobe) betrug die mediane Zeit zwischen dem ersten Auftreten der Symptome und der Diagnose 10,4 Jahre. Zudem hatten 74 Prozent der Teilnehmerinnen vor der endgültigen Diagnose mindestens eine Fehldiagnose erhalten. Auch wenn diese Studie inzwischen älter ist, zeigt sie, dass der lange und manchmal schwierige Weg zur richtigen Diagnose bei Endometriose kein neues Phänomen ist.

    Doch wo gehen die Jahre bis zur Diagnose eigentlich verloren? Um dies besser zu verstehen, lohnt sich ein genauerer Blick auf den diagnostischen Prozess: von den ersten Beschwerden und der Suche nach medizinischer Hilfe über den Verdacht auf Endometriose und die verschiedenen Untersuchungen bis hin zur spezialisierten Diagnostik und schließlich zur Diagnosestellung.

    Vielfältige und unspezifische Symptome von Endometriose

    Der erste Schritt auf dem Weg zu einer Diagnose ist das Auftreten der Beschwerden. Gerade hier kann es bei Endometriose jedoch bereits zu einer Verzögerung kommen. Denn wie sich die chronische Erkrankung äußert und wann die ersten Beschwerden auftreten, unterscheidet sich von Person zu Person deutlich. Bei manchen Betroffenen beginnen die ersten Symptome kurz nach der ersten Menstruation, während andere erst im jungen Erwachsenenalter oder später in den fruchtbaren Jahren Beschwerden entwickeln.

    Eine Person mit Endometriose, die Schmerzen im Unterbauch hat.

    Auch die Art und Stärke der Symptome können sehr unterschiedlich ausfallen. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, wo sich die Endometrioseherde befinden. Häufig kommen starke Menstruationsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder chronische Schmerzen im Beckenbereich vor. Müdigkeit sowie Beschwerden des Verdauungs- oder Harntrakts wie Durchfall, Verstopfung, ein aufgeblähter Bauch oder Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen können ebenfalls auftreten.

    Ein einheitliches Beschwerdebild, anhand dessen sich Endometriose eindeutig erkennen lässt, gibt es also nicht. Hinzu kommt, dass einige Beschwerden nicht unmittelbar gynäkologisch erscheinen. Stehen beispielsweise Darm- oder Blasenbeschwerden im Vordergrund, wird Endometriose daher nicht immer sofort als mögliche Ursache in Betracht gezogen.

    Menstruationsschmerzen werden häufig als normal angesehen

    Besonders problematisch ist, dass starke Menstruationsschmerzen oft als normal angesehen werden. Während ihrer Periode haben viele Frauen und andere menstruierende Personen in gewissem Maße Krämpfe im Unterleib. Dadurch fällt es schwer, einzuschätzen, wann Menstruationsschmerzen noch als gewöhnlich gelten und wann es sinnvoll ist, medizinische Hilfe zu suchen. Gerade bei Jugendlichen wird manchmal angenommen, dass starke Menstruationsbeschwerden zur Pubertät gehören und mit zunehmendem Alter von selbst besser werden. Auch in der Gesellschaft hält sich die Vorstellung, dass Schmerzen während der Periode zum Frausein dazugehören und man lernen müsse, damit zu leben.

    Das kann dazu führen, dass Betroffene bei starken Menstruationsschmerzen nicht umgehend medizinische Hilfe suchen. Auch die Sorge, mit den eigenen Beschwerden nicht ernst genommen oder als überempfindlich abgestempelt zu werden, kann eine Rolle spielen. Hinzu kommt, dass hormonelle Verhütungsmittel und Schmerzmittel die Beschwerden vorübergehend lindern oder unterdrücken können. Dadurch kann der Anlass, erneut ärztlichen Rat zu suchen, zunächst weniger dringend erscheinen.

    Hürden auf dem Weg zur ärztlichen Abklärung

    Wenn Beschwerden auftreten, ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einer Diagnose die Suche nach medizinischer Hilfe. Doch das ist häufig nicht selbstverständlich. Manche Betroffene warten zunächst eine längere Zeit ab, zum Beispiel bis die Beschwerden stärker werden, den Alltag deutlich beeinträchtigen oder weitere Symptome hinzukommen.

    Dass medizinische Hilfe nicht sofort gesucht wird, kann verschiedene Gründe haben. Manchmal hängt es mit früheren negativen Erfahrungen im Gesundheitswesen zusammen, etwa dem Gefühl, nicht ausreichend gehört zu werden. Dadurch kann das Vertrauen in die medizinische Versorgung sinken. Auch praktische und soziale Umstände können es erschweren, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Finanzielle Belastungen, eingeschränkte Mobilität oder fehlende Möglichkeiten, eine Arztpraxis zu erreichen, sowie wenig zeitliche Flexibilität durch Arbeit oder familiäre Verpflichtungen können dabei wichtige Faktoren sein.

    Hinzu kommt, dass es vielen Menschen unangenehm ist, über Beschwerden im Zusammenhang mit Menstruation, Sexualität oder Stuhlgang zu sprechen. Bei manchen bestehen nach wie vor Schamgefühle oder gesellschaftliche Tabus, insbesondere, wenn sie intime Themen mit einer medizinischen Fachkraft des anderen Geschlechts besprechen müssen.

    Auch Sprachbarrieren oder andere Kommunikationsschwierigkeiten können eine Hürde für die ärztliche Abklärung darstellen. Wer die Landessprache nicht sicher beherrscht oder Schwierigkeiten mit sozialen Interaktionen hat, zum Beispiel bei einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS), hat möglicherweise nicht nur Hemmungen, den Schritt in die Arztpraxis zu wagen. Auch die genaue Beschreibung der eigenen Beschwerden und ihrer Zusammenhänge kann dadurch erschwert sein.

    Endometriose wird nicht immer als mögliche Ursache der Beschwerden erkannt

    Ist der Schritt in die Arztpraxis erst einmal geschafft, ist die Diagnose Endometriose trotzdem noch nicht automatisch in Sicht. Zunächst müssen die Beschwerden richtig eingeordnet und Endometriose als mögliche Ursache erkannt werden.

    Eine sorgfältige Beurteilung der Beschwerden beginnt mit einer Anamnese. In diesem Arztgespräch werden die Art, die Stärke und der Verlauf der Beschwerden erfragt, aber auch die persönliche Krankengeschichte, bisherige Untersuchungen und bereits ausprobierte Maßnahmen. Doch eine solche ausführliche Anamnese braucht Zeit – etwas, das im oft eng getakteten Praxisalltag nicht immer ausreichend zur Verfügung steht.

    Darüber hinaus erfordert es spezifisches Wissen und Erfahrung, Endometriose als mögliche Ursache der berichteten Beschwerden zu erkennen. Wenn jemand von starken Regelschmerzen erzählt, liegt der Verdacht auf Endometriose möglicherweise näher. Stehen dagegen Müdigkeit, Verstopfung oder Blasenbeschwerden im Vordergrund, wird nicht unbedingt sofort an eine gynäkologische Ursache gedacht. Bei weniger Erfahrung mit Endometriose wird zudem unter Umständen nicht automatisch nach weiteren, häufiger vorkommenden Beschwerden oder einem möglichen Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus gefragt. Auch die falsche Annahme, dass Beschwerden bei Endometriose nur während der Menstruation auftreten können, kann das Bild verzerren.

    Leider erleben Frauen darüber hinaus von Zeit zu Zeit, dass ihre Beschwerden beim Arztbesuch nicht angemessen berücksichtigt oder sogar heruntergespielt werden. Manchmal folgt auch vorschnell eine psychosomatische Erklärung, ohne dass andere mögliche Ursachen ausreichend untersucht werden. Insbesondere bei Teenagern besteht das Risiko einer Fehleinschätzung starker Periodenschmerzen als normale Begleiterscheinung der Pubertät.

    Schließlich kann das traditionelle Bild von Endometriose als „Frauenkrankheit" bei einer davon abweichenden Geschlechtszuschreibung dazu führen, dass gynäkologische Ursachen zunächst übersehen werden. Auch sehen sich beispielsweise nicht-binäre Personen und trans Männer manchmal mit mangelndem Know-how, Unsicherheit oder Stigmatisierung seitens des medizinischen Personals konfrontiert.

    Wird Endometriose nicht sofort als mögliche Erklärung in Betracht gezogen, kann sich der diagnostische Prozess dadurch verlängern. Betroffene werden möglicherweise zunächst zu anderen Fachrichtungen überwiesen oder erhalten Untersuchungen, die nicht gezielt auf Endometriose ausgerichtet sind. Es kommt auch vor, dass eine fehlerhafte Diagnose gestellt wird oder dass tatsächlich zusätzliche Erkrankungen vorliegen, die die Aufmerksamkeit weiter von Endometriose ablenken.

    Untersuchungen bei Endometriose haben ihre Grenzen

    Wird Endometriose als mögliche Ursache der Beschwerden erkannt, folgen weitere Untersuchungen. Neben der Anamnese spielen dabei eine gynäkologische Untersuchung und bildgebende Verfahren eine wichtige Rolle. Insbesondere der transvaginale Ultraschall kommt bei der Abklärung von Endometriose zum Einsatz. Je nach Beschwerden und Fragestellung kann zusätzlich eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein.

    Obwohl die Laparoskopie (Bauchspiegelung) früher im Mittelpunkt der Diagnostik stand, kann laut aktuellen Richtlinien bei starkem Verdacht auch ohne Operation bereits eine klinische Diagnose gestellt und eine Behandlung, beispielsweise in Form einer Hormontherapie, eingeleitet werden. Doch auch in dieser Phase des diagnostischen Prozesses können verschiedene Faktoren dazu führen, dass sich die Diagnose weiter verzögert.

    Für manche Personen ist es nicht selbstverständlich, sich einer gynäkologischen Untersuchung und insbesondere einer inneren, transvaginalen Ultraschalluntersuchung zu unterziehen. Dies kann beispielsweise für junge Mädchen und ihre Eltern gelten, oder bei Angst vor Schmerzen sowie aufgrund bestimmter kultureller oder religiöser Überzeugungen.

    Ein Arzt, der eine Ultraschallsonde in der Hand hält, um mittels transvaginaler Ultraschalluntersuchung Endometriose aufzuspüren.

    Auch die Untersuchungen selbst haben ihre Grenzen. So können Ultraschall und MRT zwar wichtige Hinweise auf verschiedene Formen der Endometriose, insbesondere auf Endometriome und tief infiltrierende Endometriose, geben. Ein unauffälliger Befund schließt Endometriose jedoch nicht sicher aus. Vor allem kleine oder oberflächliche Endometrioseherde am Bauchfell (peritoneale Endometriose) können mit den derzeit verfügbaren bildgebenden Verfahren schwer zu erkennen sein. Die Aussagekraft hängt zudem davon ab, wie gezielt die Untersuchung durchgeführt wird und wie viel Expertise die untersuchende Person im Bereich Endometriose hat.

    Mehr über die verschiedenen Untersuchungen, die bei der Diagnose von Endometriose eingesetzt werden können, sowie über ihre jeweiligen Stärken und Grenzen erfährst du in meinem ausführlichen Artikel zur Endometriose-Diagnose.

    Wenn die Diagnose unklar bleibt: spezialisierte Endometriose-Einrichtungen

    Selbst nach einer gynäkologischen Untersuchung und bildgebenden Verfahren ist nicht immer eindeutig, ob Endometriose vorliegt. Bei anhaltenden Beschwerden und fortbestehendem Verdacht auf Endometriose kann eine Überweisung an eine auf Endometriose spezialisierte Praxis oder Klinik sinnvoll sein.

    Dort können die bisherigen Untersuchungen erneut bewertet, gezielter durchgeführt oder ergänzt werden. Eine Ärztin oder ein Arzt mit spezieller Schulung und Erfahrung in der Endometriose-Diagnostik, einschließlich dynamischer Ultraschalltechniken, kann bestimmte Veränderungen gezielter erkennen und Endometriose möglicherweise besser von anderen Erkrankungen unterscheiden. Doch auch hier gilt: Weder eine normale Ultraschalluntersuchung noch eine unauffällige MRT schließen Endometriose aus.

    Doch auch der Zugang zu spezialisierter Versorgung selbst kann den Weg zur Diagnose hinauszögern. In spezialisierten Endometriosezentren können je nach Region Wartezeiten von mehreren Monaten entstehen. Zudem gibt es nicht überall entsprechende Einrichtungen, sodass für die weitere Abklärung unter Umständen eine längere Anfahrt oder sogar eine Reise in eine andere Stadt erforderlich ist. Dadurch können zeitliche, finanzielle oder organisatorische Faktoren zu weiteren Hürden werden.

    Wann wird eine Bauchspiegelung bei Verdacht auf Endometriose erwogen?

    Auch wenn eine Operation heute nicht mehr grundsätzlich erforderlich ist, um Endometriose zu diagnostizieren, kann eine Bauchspiegelung (Laparoskopie) in bestimmten Situationen weiterhin sinnvoll sein. Beispielsweise dann, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht infrage kommt, nicht ausreichend wirkt oder schlecht vertragen wird oder wenn die bisherigen Untersuchungen keine ausreichende Klarheit gebracht haben. Oft dient die Operation nicht nur der weiteren Diagnostik, sondern kann gleichzeitig zur Behandlung erfolgen, indem vorhandenes Endometriosegewebe entfernt wird.

    Die Entscheidung für eine Bauchspiegelung ist keineswegs einfach. Auch wenn bei einer Laparoskopie nur einige kleine Schnitte gemacht werden und der Eingriff somit als minimalinvasiv bezeichnet wird, bringt er schließlich eine Narkose, mögliche Operationsrisiken und eine gewisse Erholungszeit mit sich. Gerade wenn im Vorfeld noch sehr unsicher ist, ob und in welchem Ausmaß Endometriose gefunden wird, kann es eine Herausforderung sein, diesen Schritt zu wagen.

    Wenn während der Operation eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen und anschließend histologisch untersucht wird, kann der Befund die Diagnose zusätzlich bestätigen.

    Diagnostische Verzögerung bei Endometriose: Wo geht die Zeit verloren?
    Schritt Was kann die Diagnose verzögern?
    1. Beschwerden
    • Unspezifische Beschwerden
    • Regelschmerzen werden als „normal“ angesehen
    2. Hilfe suchen
    • Abwartende Haltung
    • Scham und gesellschaftliche Tabus
    • Praktische oder soziale Hürden
    3. Richtiger Verdacht
    • Zeitmangel im Praxisalltag
    • Fehlende Kenntnisse oder Erfahrung
    • Andere mögliche Ursachen oder Fehldiagnosen
    4. Untersuchungen
    • Unauffällige Bildgebung schließt Endometriose nicht sicher aus
    • Aussagekraft hängt von der Expertise ab
    5. Spezialisierte Versorgung / Bauchspiegelung (ggf.)
    • Begrenzte regionale Verfügbarkeit und Wartezeiten
    • Operation: Abwägung von Nutzen, Risiken und Alternativen

    Mein Weg zur Endometriose-Diagnose: Warum es bei mir 17 Jahre dauerte

    Wie sich diese verschiedenen Faktoren in der Realität miteinander verbinden können und wie lang der Weg bis zur Diagnose tatsächlich sein kann, zeigt auch mein eigener Weg: Bei mir dauerte es ganze 17 Jahre, bis Endometriose diagnostiziert wurde.

    Frühes Auftreten der Beschwerden

    Meine Beschwerden begannen sehr früh: Kurz nach meiner ersten Menstruation im Alter von 11 Jahren bekam ich sehr starke Menstruationskrämpfe, gegen die Schmerzmittel nicht halfen. Dadurch fehlte ich häufig in der Schule oder bei anderen Aktivitäten. Außerdem hatte ich Rückenschmerzen, starke Blutungen, Müdigkeit und zyklusabhängigen Durchfall. Obwohl mich die Beschwerden stark belasteten, wusste ich es damals nicht besser und hielt sie für normal. Mein älteres Geschwisterteil hatte ähnliche Probleme und auch meine Eltern schienen es nicht ungewöhnlich zu finden.

    Zunehmende Verdauungsbeschwerden

    Mit zunehmendem Alter wurden vor allem die Verdauungsbeschwerden noch einmal deutlich stärker. Verstopfung und Durchfall wechselten sich ab und ich bekam scharfe, stechende Schmerzen im Bereich zwischen Darm und Vagina. Das führte sowohl meine Hausärztin als auch mich selbst ein Stück weit auf eine falsche Fährte. Mit 14 Jahren wurde bei mir ein Reizdarmsyndrom diagnostiziert, da es keine andere Erklärung für die Beschwerden gab. Einige Jahre später folgten eine Darmspiegelung und eine Magenspiegelung. Beide Untersuchungen brachten außer den damit verbundenen Unannehmlichkeiten keine neue Erklärung für meine Beschwerden.

    Der erste Verdacht auf Endometriose

    Mit 18 Jahren äußerte eine Gynäkologin zum ersten Mal den Verdacht auf Endometriose. Im Ultraschall war allerdings nichts Auffälliges zu sehen. Da ich zu diesem Zeitpunkt bereits hormonell verhütete, wurde mir vor allem geraten, dies weiterzuführen. Nach dem Termin informierte ich mich zwar kurz im Internet darüber, was Endometriose ist. Bei mir blieb jedoch vor allem hängen, dass die Erkrankung eine plausible Erklärung für meine starken Menstruationsschmerzen sein könnte – nicht unbedingt, dass es sich um eine chronische Krankheit handelt, die auch weitere Folgen haben könnte.

    Keine kontinuierliche medizinische Betreuung

    In den folgenden Jahren wechselte ich aufgrund mehrerer Umzüge, unter anderem von Belgien nach Deutschland, immer wieder die gynäkologische Praxis. Eine kontinuierliche Betreuung meiner Beschwerden gab es dadurch nicht. Ich musste meine Geschichte immer wieder von vorne erzählen. Immer wieder hörte ich, dass meine Beschwerden möglicherweise zu Endometriose passen könnten, im Ultraschall jedoch nichts zu sehen sei. Ich hatte den Eindruck, dass der fehlende Nachweis im Ultraschall die Vermutung jedes Mal erheblich schwächte.

    Verschiedene Behandlungsversuche

    Stattdessen wurde mir immer wieder ein anderes Schmerzmittel oder ein anderes hormonelles Verhütungsmittel empfohlen. Diese probierte ich anschließend über mehrere Monate aus, leider ohne den gewünschten Erfolg. Mit jedem neuen Behandlungsversuch verging also erneut Zeit. Auch meine eigene Zurückhaltung spielte dabei eine Rolle: Aus Angst vor möglichen Nebenwirkungen brauchte ich manchmal lange, bis ich bereit war, etwas Neues auszuprobieren.

    Irgendwann sprach eine Frauenärztin auch die Möglichkeit einer Bauchspiegelung an. Sie vermittelte mir jedoch den Eindruck, dass dabei wahrscheinlich nichts gefunden werden würde und die Operation deshalb möglicherweise umsonst wäre. Wenn ich es wirklich wolle, könne sie mich zwar überweisen, allerdings müsse ich mit langen Wartezeiten und möglichen Operationsrisiken rechnen. Verständlicherweise machte mich das unsicher, und ich war zunächst nicht besonders motiviert, diesen Schritt zu gehen.

    Der Weg zur Bauchspiegelung und Diagnose

    Was schließlich zu meiner Diagnose führte, war die Entwicklung chronischer Unterleibsschmerzen und die Tatsache, dass mein älteres Geschwisterteil kurz zuvor selbst wegen einer tief infiltrierenden Endometriose im Stadium IV operiert worden war. Dadurch wurde mir deutlich bewusster, dass es an der Zeit war, meine Gesundheit selbst aktiver in die Hand zu nehmen. Ich bat selbst um eine Überweisung an eine auf Endometriose spezialisierte Einrichtung und kam nach einiger Wartezeit zu einem erfahrenen Chirurgen.

    Auch bei ihm war im transvaginalen Ultraschall zunächst nichts Auffälliges zu erkennen. Aufgrund meines Beschwerdebildes und des bisherigen Verlaufs hielt er Endometriose dennoch für eine sehr wahrscheinliche Ursache und ermutigte mich zu einer Bauchspiegelung. Seine Expertise, seine einfühlsame und aufmerksame Art sowie seine Zusage, gemeinsam mit mir weiter nach den Ursachen meiner Beschwerden zu suchen, falls keine Endometriose gefunden würde, gaben mir schließlich das Vertrauen, mich für die Operation zu entscheiden.

    Einige Monate später wurde bei der Operation eine tief infiltrierende Endometriose im Stadium III mit zahlreichen Verwachsungen und oberflächlichen Endometrioseherden festgestellt. Nach 17 Jahren hatte ich damit endlich eine bestätigte Diagnose.

    Was tun, wenn du ungeklärte Beschwerden hast und Endometriose als mögliche Ursache vermutest?

    Was aber, wenn du selbst schon seit längerer Zeit unter sehr starken Menstruationsschmerzen oder anderen Beschwerden leidest, die zu Endometriose passen könnten, und bisherige Arztbesuche keine klare Erklärung gebracht haben?

    Hier sind einige Dinge, die du tun kannst, um die weitere Abklärung zu unterstützen:

    1: Nimm deine Beschwerden ernst und dokumentiere sie

    Ob bereits eine Erklärung für deine Beschwerden gefunden wurde oder nicht: Was du empfindest und wie sehr es dich im Alltag beeinträchtigt, ist real. Nimm deine Beschwerden deshalb ernst – auch wenn andere sie nicht immer nachvollziehen können oder ihre Auswirkungen unterschätzen.

    Ein Symptomtagebuch kann dir dabei helfen, deine Beschwerden über einen längeren Zeitraum übersichtlich festzuhalten. Notiere beispielsweise:

    • wann welche Beschwerden auftreten und wie stark sie sind

    • wann deine Menstruation beginnt und endet und wie stark die Blutung ist

    • welche Auswirkungen die Beschwerden auf Arbeit, Studium, Schlaf oder andere Aktivitäten haben

    • welche Maßnahmen oder Behandlungen du ausprobiert hast und ob sie geholfen haben

    • besondere Umstände, etwa stressige Situationen, Veränderungen der Ernährung oder körperliche Belastung

    Für die Dokumentation kannst du eine Symptom- oder Zyklus-App, ein einfaches Heftchen oder eine kostenlose Druckvorlage verwenden. Entscheidend ist vor allem, dass sie für dich im Alltag praktisch ist.

    Die Aufzeichnungen können dir helfen, deine Beschwerden beim nächsten Arzttermin möglichst konkret und zusammenhängend zu schildern. Gleichzeitig können mögliche Muster oder Trigger entdeckt werden, die bei der weiteren Abklärung hilfreich sein können.

    2: Informiere dich – aber nutze zuverlässige Quellen

    Eine Frau, die ein Buch über Endometriose liest, um ihre Symptome besser zu verstehen.

    Wenn du den Verdacht hast, dass deine Beschwerden zu Endometriose passen könnten, und bisherige Arztbesuche oder Untersuchungen keine klare Erklärung gebracht haben, kann es hilfreich sein, dich näher mit dem Thema zu beschäftigen. So kannst du deine eigenen Beschwerden besser einordnen, dich gezielter auf den nächsten Arzttermin vorbereiten und medizinische Begriffe, die dort verwendet werden, leichter verstehen.

    Eine gute Informationsquelle können beispielsweise Bücher von Fachleuten sein. Zum Thema Endometriose kann ich unter anderem die Bücher von Prof. Dr. Sylvia Mechsner* empfehlen. Auch seriöse Gesundheitsportale, medizinische Fachgesellschaften und Patientenorganisationen bieten neben der Embracing Endo Website verlässliche Informationen.

    Im Internet findest du außerdem verschiedene Symptomtests, die dir eine erste Einschätzung geben können, ob deine Beschwerden möglicherweise zu bestimmten Erkrankungen passen. Solche Tests sind allerdings nicht für eine Selbstdiagnose geeignet und können bestimmte Ursachen weder sicher bestätigen noch ausschließen. Die Ergebnisse kannst du jedoch zu deinem nächsten Arzttermin mitnehmen und dort besprechen. Sie können dir dabei helfen, deinen Verdacht auf Endometriose oder andere mögliche Ursachen konkreter zu schildern.

    3: Nutze KI-Chatbots als erste Orientierung und für mehr Überblick

    Auch wenn viele Menschen dem Einsatz von KI bei Gesundheitsfragen skeptisch gegenüberstehen, habe ich selbst gute Erfahrungen damit gemacht, KI zu nutzen, um einen strukturierten Überblick über meine Beschwerden zu bekommen. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, ärztlichen Rat zu ersetzen, sondern mit mehr Überblick und konkreteren Fragen in das nächste Arztgespräch zu gehen.

    Wenn du einen solchen Dienst nutzt, kannst du deine Beschwerden, relevante Vorerkrankungen und bisherige Untersuchungen beschreiben und den Chatbot beispielsweise bitten, dir weitere Fragen zu stellen oder mögliche Ursachen und nächste Schritte zu nennen. Wichtig ist jedoch, die Ergebnisse nur als Orientierung zu nutzen: KI-Chatbots können Fehler machen und sind nicht für eine Selbstdiagnose geeignet.

    Gerade bei Gesundheitsthemen solltest du außerdem auf den Datenschutz achten und möglichst keine unnötigen persönlichen Angaben wie deinen Namen, dein genaues Geburtsdatum oder deine Adresse eingeben. Du kannst den Chatbot anschließend bitten, deine Beschwerden und ihren Verlauf sowie konkrete Fragen für den nächsten Arzttermin übersichtlich zusammenzufassen.

    4: Geh gut vorbereitet zu deinem nächsten Arzttermin

    Um die Suche nach der Ursache deiner Beschwerden zu unterstützen, kannst du dein Symptom- und Zyklustagebuch und gegebenenfalls die Ergebnisse eines Online-Symptom-Checkers oder eine mit KI erstellte Übersicht zu deinem nächsten Arzttermin mitbringen. Das hilft dir dabei, deine Beschwerden möglichst konkret und zusammenhängend zu beschreiben.

    Manche Ärztinnen und Ärzte stehen Ergebnissen aus der eigenen Recherche vielleicht skeptisch gegenüber. Wenn du sie jedoch nicht als Ersatz für die ärztliche Einschätzung, sondern zur Vorbereitung und Orientierung nutzt, kann der Mehrwert für das Gespräch deutlich werden.

    Eine Gynäkologin, die bei Verdacht auf Endometriose eine Anamnese, eine körperliche Untersuchung und bildgebende Verfahren einsetzt, um eine klinische Diagnose stellen zu können.

    Notiere dir vor dem Termin außerdem, was du unbedingt ansprechen möchtest und welche Fragen du stellen willst. Wenn du möchtest, kannst du eine Vertrauensperson mitnehmen. Sie kann dir helfen, wichtige Informationen aus dem Gespräch im Gedächtnis zu behalten, zusätzliche Fragen zu stellen oder deine Schilderung durch eigene Beobachtungen zu ergänzen.

    Wenn deine Ärztin oder dein Arzt medizinische Begriffe verwendet, die du nicht verstehst, dann frage ruhig nach und lasse sie dir erklären. Wenn im Gespräch keine Zeit dafür ist, kannst du dir die Begriffe notieren und später in Ruhe nachschlagen.

    Eine vertrauensvolle Beziehung zu deiner Ärztin oder deinem Arzt ist besonders wichtig. Du solltest das Gefühl haben, dass deine Beschwerden ernst genommen werden, dass deine Fragen Raum bekommen und dass gemeinsam nach einer passenden Erklärung und Behandlung gesucht wird. Wenn du trotz wiederholter Versuche das Gefühl hast, nicht ausreichend gehört zu werden oder mit der bisherigen Einschätzung nicht weiterzukommen, kann eine zweite ärztliche Meinung sinnvoll sein. Bei einem anhaltenden Verdacht auf Endometriose kann es eine Überlegung wert sein, eine Ärztin, einen Arzt oder eine Klinik mit Expertise im Bereich Endometriose aufzusuchen.

    5: Sprich deinen Verdacht auf Endometriose ausdrücklich an

    Wenn du dich in dem Beschwerdebild von Endometriose wiedererkennst, kannst du deinen Verdacht ganz konkret mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen. Frag dabei nicht nur, ob Endometriose als Ursache infrage kommt, sondern auch, welche bisherigen Befunde dafür oder dagegen sprechen, was der nächste Schritt wäre, wenn deine Beschwerden anhalten, und wann eine Überweisung an eine spezialisierte Endometriose-Einrichtung sinnvoll wäre.

    Frage auch, welche anderen möglichen Ursachen für deine Beschwerden in Betracht gezogen werden, falls sich herausstellen sollte, dass es sich nicht um Endometriose handelt. Frage außerdem, warum diese vermutet werden und ob weitere Untersuchungen erforderlich sind.

    Leider kommt es auch vor, dass keine medizinische Erklärung für körperliche Beschwerden gefunden wird. Das bedeutet nicht, dass du dir das alles nur einbildest oder dass nichts gegen die Beschwerden unternommen werden kann. Frage deine Ärztin oder deinen Arzt in diesem Fall, welche symptomorientierte Behandlung möglich ist und welche nächsten Schritte unternommen werden können, um deine Lebensqualität zu verbessern.

    6: Sei dir bewusst, dass du es nicht allein schaffen musst

    Wenn du regelmäßig körperliche Beschwerden hast und nicht weißt, woher sie kommen oder was du dagegen tun kannst, kann das sehr belastend sein und Gefühle von Hilflosigkeit oder Einsamkeit auslösen. Sprich darüber mit Menschen, denen du vertraust, und versuche, diese Gefühle nicht mit dir allein auszumachen.

    Vielleicht hilft dir auch der Austausch mit anderen Betroffenen. In Selbsthilfegruppen oder Online-Communities kannst du Menschen finden, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und deine Situation möglicherweise besser nachvollziehen können.

    Und natürlich kannst du dich auch jederzeit per E-Mail oder über das Kontaktformular an mich wenden, wenn du dir ein offenes Ohr wünschst oder Fragen hast.

    Was du über die verzögerte Diagnose bei Endometriose wissen solltest

    Dass zwischen dem Beginn der Beschwerden und der Diagnose von Endometriose oft viel Zeit vergeht, hat verschiedene Ursachen. Dazu zählen vielfältige Symptome und unterschiedliche Krankheitsverläufe, die Normalisierung von Regelschmerzen, die begrenzte Aussagekraft einzelner Untersuchungen, lange Wartezeiten sowie persönliche und strukturelle Hürden.

    Wenn deine Beschwerden anhalten und bisher keine ausreichende Erklärung gefunden wurde, kann es sinnvoll sein, sie gezielt zu dokumentieren, deinen Verdacht auf Endometriose konkret anzusprechen und gegebenenfalls eine zweite Meinung oder eine Abklärung in einem Endometriosezentrum zu erwägen.

    Wie lange hat es bei dir bis zur Endometriose-Diagnose gedauert? Hast du ähnliche Erfahrungen mit unauffälligen Untersuchungen, unspezifischen Beschwerden, langen Wartezeiten oder sogar Fehldiagnosen gemacht? Schreib deine Erfahrungen gerne in die Kommentare – deine Geschichte kann auch anderen helfen.

    FAQ - Häufig gestellte Fragen zur späten Endometriose-Diagnose

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    Weiterführende Informationen

    Wenn du dich noch tiefer in das Thema einlesen möchtest oder auf der Suche nach offiziellen Anlaufstellen bist, findest du hier hilfreiche Links und wissenschaftliche Quellen:

    🏥 Patienteninformationen & Fachportale

    📄 Medizinische Leitlinien

    🔬 Wissenschaftliche Studien

    • De Corte, P., Klinghardt, M., von Stockum, S. et al. (2025): Time to Diagnose Endometriosis: Current Status, Challenges and Regional Characteristics-A Systematic Literature Review. BJOG. DOI: 10.1111/1471-0528.17973

      💡 Systematische Literaturübersicht zur Dauer bis zur Endometriose-Diagnose und zu Unterschieden zwischen Studien und Regionen.

    • Fryer, J., Mason-Jones, A. J., & Woodward, A. (2025): Understanding diagnostic delay for endometriosis: A scoping review using the social-ecological framework. Health Care for Women International. DOI: 10.1080/07399332.2024.2413056

      💡 Scoping Review zu den verschiedenen Faktoren, die auf individueller, zwischenmenschlicher, gesellschaftlicher und gesundheitssystemischer Ebene zur diagnostischen Verzögerung beitragen können.

    • Li, W., Feng, H., & Ye, Q. (2025): Factors contributing to the delayed diagnosis of endometriosis-a systematic review and meta-analysis. Frontiers in Medicine. DOI: 10.3389/fmed.2025.1576490

      💡 Systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zu den Faktoren, die mit einer verzögerten Endometriose-Diagnose zusammenhängen.

    • Breton, Z., Gouesbet, S., Indersie, E. et al. (2026): Endometriosis Diagnostic Delay and Its Correlates: Results from the ComPaRe-Endometriosis Cohort. Journal of Women's Health. DOI: 10.1177/15409996251380129

      💡 Kohortenstudie zu Dauer, Ausmaß und möglichen Einflussfaktoren der diagnostischen Verzögerung bei Endometriose.

    • De Kok, L., Boersen, Z., Coppus, S. et al. (2026): Diagnostic delay in endometriosis: is there any progress? Reproductive BioMedicine Online. DOI: 10.1016/j.rbmo.2025.105405

      💡 Studie zur diagnostischen Verzögerung bei Endometriose und der Frage, ob sich die Situation in den vergangenen Jahren verbessert hat.

    • Hudelist, G., Fritzer, N., Thomas, A. et al. (2012): Diagnostic delay for endometriosis in Austria and Germany: causes and possible consequences. Human Reproduction. DOI: 10.1093/humrep/des316

      💡 Studie zur diagnostischen Verzögerung bei Endometriose in Österreich und Deutschland, einschließlich möglicher Ursachen und Folgen.

    • Winter, J., Neugebauer, T., Allak, A. et al. (2026): Challenges in the diagnosis and treatment of endometriosis from the perspective of healthcare providers in Germany: A qualitative study. European Journal of Obstetrics & Gynecology and Reproductive Biology. DOI: 10.1016/j.ejogrb.2026.115173

      💡 Qualitative Studie zu den Herausforderungen bei der Diagnose und Behandlung von Endometriose aus Sicht von Gesundheitsfachkräften in Deutschland.

    • Meagher, S., Frayne, J., Renshaw-Todd, J. et al. (2026): The help-seeking experiences of adolescents and youth with endometriosis: a systematic review and thematic synthesis. BMC Women's Health. DOI: 10.1186/s12905-026-04566-0

      💡 Systematische Übersichtsarbeit zu den Erfahrungen und Hürden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bei der Suche nach medizinischer Hilfe wegen Endometriose.

    • Giacomozzi, M., Bouwens, J., Aubin, S. G. et al. (2024): Transgender and gender diverse individuals embodying endometriosis: a systematic review. Frontiers in Medicine. DOI: 10.3389/fmed.2024.1430154

      💡 Systematische Übersichtsarbeit zu den Erfahrungen und Herausforderungen von genderdiversen Personen mit Endometriose im Gesundheitswesen.

    Davita Billiet

    Davita ist Gründerin von Embracing Endo und selbst von Endometriose betroffen. Ihr Hintergrund in Pflege (BSc) und Psychologie (MSc) sowie ihre über 20-jährige persönliche Erfahrung mit der Erkrankung bilden die Grundlage für ihre Beiträge – wissenschaftlich fundiert und praxisnah rund um das Leben mit Endometriose.

    https://www.embracing-endo.com/ueber-mich
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    Wie Positive Psychologie mein Leben mit Endometriose verändert hat: Selbstfürsorge und Resilienz

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